Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Für Betroffene ist es wichtig, Warnsignale früh zu erkennen, weil sich Typ 1 und Typ 2 unterschiedlich bemerkbar machen.
Typ 1 Diabetes
Typ-1-Diabetes entwickelt sich meist rasch innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen. Typische Warnzeichen sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskelschwäche und Sehstörungen. Werden diese Symptome nicht erkannt, kann es zu einer gefährlichen Stoffwechselentgleisung kommen.
Typ 2 Diabetes
Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft schleichend über mehrere Jahre und bleibt daher lange unbemerkt. Mögliche Warnzeichen sind vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Schwächegefühl, wiederkehrende Infekte oder schlecht heilende Wunden. Häufig wird Typ 2 erst spät oder zufällig erkannt.
Wann Sie aufmerksam werden sollten:
Lassen Sie Beschwerden wie anhaltenden Durst, häufiges Wasserlassen, ungeklärte Müdigkeit, Gewichtsverlust oder schlecht heilende Wunden ärztlich abklären.
Wichtig im Notfall:
Bei Übelkeit, Erbrechen, tiefer Atmung, starker Benommenheit oder süßlich riechendem Atem sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden. Das kann ein akuter Diabetes-Notfall sein.


Was man im Fall einer Erkrankung zusätzlich tun kann:
1. Bewusster essen
Hilfreich sind regelmäßige Mahlzeiten, viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, eiweißreiche Lebensmittel und möglichst wenig stark verarbeitete Produkte. Auf süße Getränke sollte verzichtet werden. Besser ist Wasser und ungesüßte Tees. Bei Typ-2-Diabetes wird außerdem ballaststoffreiche Nahrung empfohlen.
2. Mehr Bewegung
Regelmäßige Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel und verbessert die Wirkung von Insulin. Schon zügiges Gehen hilft. Als grobe Orientierung gelten mind. 150 Minuten Bewegung pro Woche, ergänzt durch Krafttraining an 2 Tagen pro Woche, soweit gesundheitlich möglich.
3. Gewicht reduzieren
Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann Blutzucker, Blutdruck und Stoffwechsel verbessern. Bei Typ-2-Diabetes kann eine konsequente Lebensstiländerung besonders früh im Krankheitsverlauf den Diabetes manchmal sogar zeitweise in eine Remission bringen.
Ausreichend Schlaf wirkt unterstützend auf den Stoffwechsel und hilft, den Stresspegel z senken.
4. Verzicht auf Nikotin und Alkohol
Der Verzicht auf Nikotin sowie ein bewusster Umgang mit Alkohol entlasten die Gefäße und den Stoffwechsel. Das Risiko für Folgeerkrankungen sinkt.
Wichtig Für Typ.1:
Die Mahlzeiten, Aktivitäten und Insulin müssen aufeinander abgestimmt werden, damit es nicht zu Unterzuckerungen oder zu hohen Werten kommt.

